Fahrradhelm
Das tragen eines Fahrradhelm kann schwere Schädeltrauma verhindern
Ein Fahrradhelm soll bei einem Unfall die auf den Schädel einwirkenden Kräfte abmildern um schwere Kopfverletzungen zu verhindern. Schon lange bevor die ersten Fahrradhelme auf dem Markt kamen benutzten einige Radrennfahrer Sturzkappen oder einen Sturzring. Allerdings bestand diese Art des Kopfschutzes aus mehreren Lagen aus Leder gefertigten Schläuchen. Dadurch lag die Sturzkappe sehr eng am Kopf auf und verhinderte eine abfuhr der Kopfwärme. Auch die Schutzwirkung war weitaus schwächer als bei heutigen Fahrradhelmen.
Heutzutage unterscheidet man drei Arten von Fahrradhelmen. Weichschalen-Helme bestehen aus einer Schale aus Hartschaumstoff. Hartschalen-Helme besitzen um die Schaumstoffschale nach einen Kunststoffüberzug. Mikroschalen-Helme unterscheiden sich hinsichtlich der Hartschalenhelme nur durch einen sehr dünnen Kunststoffüberzug.
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Die am häufigsten verwendete Art an Helmen ist der Hartschalen Fahrradhelm. Durch die glatte Oberfläche wird ein abgleiten vom Untergrund gewährt. Die zusätzliche harte Kunststoffoberfläche ermöglicht einen sehr guten Schutz gegen harte Aufschläge. Moderen Helme haben oft einen an mehreren Punkten aufgehängten Kinnriemen. Durch das innen liegende Helmfutter wird ein lockerer Sitz ermöglicht und gleichzeitig ein verschieben des Helms verhindert.
Bei einem Aufprall mit einem Fahrradhelm nimmt der im Fahrradhelm sitzende Schaumstoff durch Kompression die Energie des Sturzes auf. Dadurch wird die Beschleunigung, welche auf das Gehirn und den Schädel wirkt, reduziert und somit die Wahrscheinlichkeit eines Knochenbruches und einer Gehirnerschütterung verhindert. Bei einem Hartschalenhelm wird durch die Kunststoffoberfläche die Wucht des Aufpralls auf eine größere Fläche verteilt. Dadurch kann der Schaumstoff im inneren noch besser Komprimiert werden und mehr Kraft aufnehmen als bei einer punktuellen wirken der Kräfte.Zusätzlich bewirkt die Kunststoffoberfläche ein abgleiten des Helms vom Untergrund. Somit wird verhindert, dass sich der Schaumstoff im Untergrund verhängt und eine Rotationskraft auf den Körper ausübt. Die Folgen wären ein Schleudertrauma.
Durch die Energieaufnahme bei einem Sturz behält ein Fahrradhelm seine verformte Form bei. Dadurch bedingt ist ein Schutz gegen weitere Stürze nicht mehr gegeben. Nach einem Sturz mit einem Fahrradhelm und anschließender Verformung dessen, sollte ein neuer Helm angeschafft werden um die Schutzfunktion des Fahrradhelms nutzen zu können.
In Österreich, der Schweiz und in Deutschland ist das tragen eines Fahrradhelms nicht gesetzlich geregelt. Somit ist es jedem einzelnen überlassen ob er einen Fahrradhelm tragen möchte oder nicht.